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Anleihen

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Bei Anleihen handelt es sich um Forderungspapiere, welche es möglich machen einen Kredit am Kapitalmarkt aufzunehmen. Anleihen können nur von öffentlichen und juristischen Personen in Anspruch genommen werden. Sie haben jeweils unterschiedliche Konditionen darunter zählen die Laufzeiten, Emissionswährungen und Verzinsungen. Die Verzinsung kann variabel, strukturiert oder fest sein.

Vorteile

Anleihen haben eine Reihe von Vorteilen. Darunter zählen eine geringe Volatilität und eine geringe Korrelation zu Aktien. Zudem gibt es risikoarme Wertzuwächse. Das bedeutet, dass die Anleihen häufig weniger schwanken als Aktien. Gleichzeitig verhalten sie sich oft gegenläufig zu den Aktien, sodass sie steigen, wenn die Aktien fallen. Anleihen können demnach zur Stabilisierung des Depots und zur Verteilung der Risiken eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil von Anleihen ist die höhere Verzinsung im Vergleich zu anderen Sparvarianten. Ein weiterer Vorteil ist die gleichbleibende Verzinsung über die gesamte Laufzeit hinweg. Dadurch ist die Höhe der Rendite bereits im Voraus absehbar.

Die beliebtesten Anleihen in Deutschland:
 

Staatsanleihen
Sie können kurz-, mittel- oder langfristig sein. Staatsanleihen können nur von öffentlicher Hand oder staatlichen Körperschaften ausgegeben werden. Der Staat gilt als der Emittent. Über die Staatsanleihen wird dem Staat Geld zur Verfügung gestellt, welches mit Zinsen wieder zurückgezahlt wird. Staatsanleihen sind mit dem Adressausfallrisiko behaftet. Das bedeutet, dass eine Auszahlung im Falle eines Staatsbankrotts entfällt. Die Bewertung dieses Risikos geschieht durch Ratingagenturen.

Bundesanleihen
Die Bundesanleihen sind den deutschen Staatsanleihen untergeordnet. Bundesanleihen sind für den Staat eine Möglichkeit, ein Haushaltsdefizit zu finanzieren. Die Laufzeit kann zwischen 10 und 30 Jahren betragen. Die Bundesanleihen werden in den Depots der Banken verwahrt.

Unternehmensanleihen
Sie werden deutschen oder internationalen Firmen emittiert. Die Bonität der Unternehmen wird durch Ratingagenturen bewertet. Das Rating kann auch innerhalb der Laufzeit verbessert werden. Gleichzeitig ist auch eine Verschlechterung möglich. Dadurch können dann fallende Kurse entstehen. Die Unternehmensanleihen hängen immer von der Bonität der Unternehmen ab. Sobald ein Unternehmen Konkurs anmeldet, entfällt die Auszahlung.

Aktienanleihen
Den Basiswert bildet eine Aktie. Der Emittent kann festlegen, ob der Nominalbetrag zu 100% am Ende der Laufzeit zurückgezahlt werden soll oder ob vorher festgelegte Aktien geliefert werden sollen. Über die gesamte Laufzeit hinweg gibt es eine oder mehrere Kupounzahlungen. Aktienanleihen dienen zum einen der Kapitalbeschaffung und zum anderen der Kurssicherung. Sie haben hohe Zinssätze und zugleich ein hohes Verlustrisiko.