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Darlehen

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Mit einem Darlehen wird das Verleihen beziehungsweise das Leihen von Geld bezeichnet.  Das Gegenteil dazu ist ein Sachdarlehen; hier wird eine bestimmte Sache, also ein Gegenstand unter den vereinbarten Voraussetzungen verliehen. Das Darlehen ist eine eigene und besondere Form des Kredites. Der Unterschied zwischen Darlehen und Kredit liegt vorwiegend in der Laufzeit und in der Verwendung. Ein Darlehen wird für einen längeren, oftmals jahrzehntelangen Zeitraum gewährt. Ein typisches Beispiel ist das Baudarlehen, das sich der Darlehensgeber der Höhe und der langen Laufzeit wegen durch eine Hypothekeneintragung im Grundbuch besichern lässt. Mit einem Kredit wird meistens ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf gedeckt, während mit einer Darlehensaufnahme vielfach auch eine Kapital- oder Vermögensbildung verbunden ist.

Unterschiedliche Darlehen und deren Auswirkungen

Zu den gängigsten Darlehen gehören das Tilgungsdarlehen, das Annuitäten-Darlehen, das Endfällige Darlehen oder das Bauspardarlehen. In allen Fällen verleiht der Gläubiger als Darlehensgeber dem Darlehensnehmer als seinem zukünftigen Schuldner eine mehr oder weniger hohe Darlehenssumme. Neben den Verwaltungs- und den Bearbeitungskosten für das Darlehen sind die Zinsen für den Gläubiger der Verdienst, für den Schuldner die eigentlichen Darlehenskosten. Die Fälligkeit sowie die Höhe der Darlehenszinsen sind je nach Darlehensart unterschiedlich hoch.  Da sich die Zinsen aus dem jeweils aktuellen und reduzierten Darlehensbetrag errechnen, steigt die Tilgung bei gleichzeitiger Reduzierung des Zinsanteiles.

Darlehen mit Schufa

Die meisten der Kreditinstitute unter den Filialbanken und Sparkassen, Direktbanken und Onlinebanken sind Geschäftspartner der Schufa. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa ist eine private Wirtschaftsauskunftei mit Sitz in Wiesbaden. Deren Kooperationspartner wie Kreditinstitute, Autobanken, Leasinggesellschaften oder Versandhäuser lassen ihre vertraglichen Geschäfte mit Kunden wie beispielsweise Darlehensnehmern in die Schufa-Datenbank eintragen. Dadurch entsteht ein recht genaues Bild über das Ausgabeverhalten des einzelnen Bürgers. Die Schufa-Eintragungen werden zu einem rechnerischen Score zusammengeführt. Den legen die Kreditinstitute bei ihrer Bonitätsbewertung des Antragstellers für ein Darlehen zugrunde. In diesen Fällen handelt es sich um ein Darlehen mit Schufa, weil auch das anschließend bewilligte Darlehen als eine Information in die Schufa-Datenbank eingetragen wird.

Darlehen ohne Schufa

Zu den Kreditinstituten, die Darlehen ohne Schufa anbieten, zählen sowohl in- als auch ausländische Onlinebanken. Sie sind keine Geschäftspartner der Schufa, oder sie verzichten bewusst auf den Schufa-Score bei ihrer Bonitätsbewertung. Das bewilligte Darlehen wird ebenfalls nicht in die Schufa-Datenbank eingetragen. Da diese Information dort nicht vorliegt, wird das Darlehen ohne Schufa auch zukünftig nicht in den Schufa-Score einbezogen. Für den Darlehnsnehmer kann das durchaus hilfreich sein, wenn er demnächst eine andere vertragliche Bindung eingeht und der Vertragspartner dann bei der Bonitätsprüfung den Schufa-Score hinzuzieht.