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Leasing

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Beim Leasing kommt ein Nutzungsüberlassungsvertrag zustande. Das bedeutet, dass dem Leasingnehmer über einen im Vorfeld festgelegten Zeitpunkt ein Wirtschaftsgut zur Verfügung gestellt wird. Für die Nutzung dieses sogenannten Leasingobjektes zahlt er ein monatliches Entgelt inklusive Zinsen. Über die gesamte Leasingdauer hinweg wird das Produkt auf diese Weise ganz (Vollmortisation) oder auch nur teilweise (Teilmortisation) abbezahlt. Leasing kann privat oder gewerblich erfolgen.

Das geleaste Objekt bleibt über den gesamten vertraglich festgelegten Zeitraum hinweg Eigentum des Leasinggebers. Dies unterscheidet das Leasing von einer Kreditfinanzierung. Nach Ablauf der Leasingdauer wird das Objekt zurückgegeben. Nur wenn im Leasingvertrag ein Andienungsrecht vereinbart wurde, kann es der Kunde nach Vertragsende auf Wunsch auch käuflich erwerben.

Beim Leasing gibt es verschiedene Möglichkeiten

Es gibt verschiedene Arten von Leasing, die sich anhand des Leasinggebers unterscheiden lassen:

  1. Zum einen kann dies der Hersteller selbst sein. Diese Art des Leasings wird auch als Hersteller- oder Direktleasing bezeichnet.
  2. Der Einfachheit halber lässt der Hersteller seine Leasinggeschäfte jedoch meist über eine Tochtergesellschaft abwickeln. Sowohl beim Herstellerleasing als auch beim Leasing über ein Tochterunternehmen haftet der Leasinggeber über die gesamte Vertragsdauer hinweg für das Objekt. Alle Rechte, Pflichten und Risiken liegen damit bei ihm.
  3. Eine dritte Möglichkeit sind die sogenannten Leasingunternehmen. Diese fungieren als eine Art Kreditinstitut, indem sie die Leasingobjekte im Vorfeld finanzieren und dem Kunden gegen eine monatliche Rate zur Verfügung stellen. Der Nachteil an Leasingunternehmen: Der Leasingnehmer haftet selbst für das Objekt und muss alle Risiken tragen.
     

Was kann geleast werden?

Beim Leasingobjekt handelt es sich in den meisten Fällen um ein Fahrzeug. Das Kfz-Leasing bietet eine Alternative zum Autokredit und ist besonders für Verbraucher attraktiv, die sich nicht dauerhaft an ein bestimmtes Auto oder Motorrad binden wollen. Auch Firmen nutzen Kfz-Leasing häufig, um ihre Mitarbeiter mit Dienstwägen zu versorgen. Auch das Leasing von Maschinen, Medizintechnik, Schiffen oder sogar Flugzeugen ist im gewerblichen Sektor üblich.

Sowohl Firmen als auch Privatpersonen leasen zudem häufig Elektrogeräte. Etwas ungewöhnlicher – aber mittlerweile immer populärer – ist das Leasing von Statussymbolen wie Uhren oder Designerhandtaschen. Auch Immobilienleasing ist möglich. Dabei handelt es sich jedoch in der Regel um Büroimmobilien oder Fabriken, die ausschließlich gewerblich genutzt werden.

Vor- und Nachteile beim Leasing

Leasing bietet sowohl Firmen als auch Verbrauchern finanzielle Unabhängigkeit. Dennoch lohnt es sich in erster Linie bei einer gewerblichen Nutzung des Leasingobjekts.

Vorteile

  • Hier können die Kosten am Jahresende als Betriebsausgaben bilanziert und von der Steuer abgesetzt werden.
  • Bei mehreren Leasingobjekten lassen sich zudem attraktive Rabatte aushandeln.
  • Beim Ratenkredit wird der Kreditnehmer Eigentümer und kann das finanzierte Konsumgut weiter nutzen oder verkaufen.

Nachteile

  • Weniger rentabel ist dagegen das Privatleasing. In erster Linie bietet es Verbrauchern den Vorteil, dass die Raten oft günstiger sind als die für einen Kredit. Das liegt jedoch vor allem daran, dass das Objekt nach dem Ende der Laufzeit wieder an den Leasinggeber zurückgeht und somit kein Besitz erworben wird.