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Riester Rente

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Bei der Riester-Rente handelt es sich um eine privat finanzierte Rente, welche die gesetzlichen Rentenzahlungen im Alter ergänzen soll. Obwohl die Riester-Rente in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert wurde, ist sie dennoch lukrativer als vergleichbare Sparprodukte zur Altersvorsorge. Das hat den Grund, dass sie Sparern verschiedene staatliche Zulagen und Steuervorteile bietet. Generell garantiert die Riester-Rente eine Rendite von mindestens 2,25 Prozent auf den Sparanteil. Auf diese Weise können Verbraucher bereits bei Vertragsabschluss die Höhe ihrer späteren Zusatzrente berechnen.

Da im Vorfeld eine Kapitalgarantie festgelegt wird, können bei der Riester-Rente keine Verluste entstehen. Auch die staatliche Zulage zu Beginn der Auszahlung ist garantiert. Ein Teil der Beiträge kann zudem steuerlich geltend gemacht werden. Seit 2008 gilt hier ein Maximalbetrag von 2.100 Euro inklusive der Zulagen.

Die Riester-Rente bietet eine attraktive staatliche Förderung

Die Zulagen sind von verschiedenen Faktoren wie Einkommen und Familiensituation abhängig. Im Optimalfall kann der staatliche Beitrag jedoch bis zu 200 Prozent betragen. Der Höchstsatz der jährlichen Grundzulage beträgt 154 Euro jährlich. Kindergeldberechtigte Eltern erhalten außerdem für jedes Kind eine Zulage in Höhe von 185 Euro. Bei Kindern, die nach dem ersten Januar 2008 geboren wurden, sind es sogar 300 Euro. Die Zulagen müssen separat beantragt werden. Die dafür erforderlichen Formulare erhalten Riester-Sparer bei ihrem Vertragsanbieter. Der Antrag muss nur einmal gestellt werden und gilt dann fortlaufend. Lediglich wenn durch ein neu geborenes Kind ein zusätzlicher Anspruch auf Kindergeld besteht, oder für ein Kind Kindergeld wegfällt, muss eine Änderung vorgenommen werden.

Die Vertragsabschlusskosten sind nicht unerheblich

Der einzige Nachteil bei der Riester-Rente sind die verhältnismäßig hohen Vertragsabschlusskosten. Diese werden mit den Beiträgen verrechnet, und müssen in der Regel in den ersten fünf Jahren abgezahlt werden. Dadurch ist ein Vertragsausstieg oder eine Minderung des anfangs vereinbarten Beitrages mit relativ hohen Kosten verbunden. Im Vorfeld sollten sich Sparer deshalb immer Gedanken machen, ob sie die Raten über die ganze Vertragslaufzeit hinweg stemmen können.

Derzeit wird die Fondsgebundene Riester-Rente immer mehr zum Trend, da diese etwas bessere Renditechancen bietet. Im Vergleich zur klassischen Riester-Rentenversicherung ist das Risiko hier jedoch etwas erhöht. Im schlimmsten Fall bleibt nach Ablauf der Ansparzeit nur noch die im Vorfeld festgelegte Kapitalgarantie übrig.