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Ruerup Rente

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Die sogenannte Basisrente, besser bekannt als Rürup-Rente, ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge. Sie wurde 2005 in Deutschland eingeführt und nach dem Ökonomen Bert Rürup benannt. Die Rürup-Rente richtet sich insbesondere an Personengruppen, die keine verpflichtenden Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten müssen, und dementsprechend auch keine Riester-Rentenverträge abschließen können. Dazu gehören in erster Linie Selbstständige und Freiberufler sowie Angestellte mit Beitragspflicht zu einem Versorgungswerk. Darunter fallen beispielsweise Ärzte, Apotheker, Notare, Rechtsanwälte oder Steuerberater. Die Beitragshöhe kann bei der Rürup-Rente selbst bestimmt und bei den meisten Anbietern auch nachträglich nach oben oder unten angepasst werden.

Die Rürup-Rente ist steuerlich begünstigt

In der Ansparphase wird die Rürup-Rente durch eine Vergünstigung bei der Einkommensteuer gefördert. Im Rahmen dessen zieht das Finanzamt die Rentenbeiträge vom Gesamteinkommen des Versicherungsnehmers ab. Auf diese Weise sinkt das steuerpflichtige Einkommen. Nach der Einführung der Rürup-Rente konnten lediglich 60 Prozent der Beiträge steuerlich abgesetzt werden. Mittlerweile sind es bereits 76 Prozent. Derzeit ist eine hundertprozentige Abzugsfähigkeit in Planung, welche ab dem Jahr 2025 greifen soll. Allerdings können maximal 20.000 Euro bei Ledigen, beziehungsweise 40.000 Euro bei Verheirateten geltend gemacht werden.

Der steuerliche Vorteil der Rürup-Rente bezieht sich lediglich auf die Ansparphase. Die späteren Auszahlungen müssen versteuert werden. Der steuerpflichtige Anteil liegt derzeit bei 66 Prozent und soll bis zum Jahr 2040 auf 100 Prozent angehoben werden.

Die Rahmenbedingungen der Rürup-Rente sind sehr stark

Im Gegensatz zur Riester-Rente dürfen die Leistungen nicht in einem großen Betrag, sondern ausschließlich in Form einer monatlichen Rente ausgezahlt werden. Dies gilt auch für optionale Zusatzversicherungen wie Berufsunfähigkeitsrenten oder Witwen- und Waisenversorgungen. Vorzeitige Kündigungen sind in der Regel ebenfalls nicht möglich.

Die Ansprüche aus der Rürup-Rente können nicht vererbt oder übertragen werden. Für die meisten Versicherungsnehmer lohnt sich das Rürup-Modell deshalb nur bei einer langen Lebensdauer. Auch die aktuellen Beitragsrenditen liegen mit derzeit unter zwei Prozent relativ niedrig. Bei der Wahl des Anbieters sollten Verbraucher besonders auf die Höhe der garantierten Rente und mögliche Überschussbeteiligungen achten. Viele Versicherer bieten außerdem eine jährliche Beitragszahlung an. Dadurch fallen Verwaltungskosten weg, was die Beitragshöhe reduzieren kann.