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Tagesgeld

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Unter dem Tagesgeld bzw. dem Tagesgeldkonto versteht man ein verzinstes Konto, welches über keine im Vorfeld vereinbarte Laufzeit verfügt. Das bedeutet, dass der Inhaber des Kontos jederzeit auf das Konto und das Kapital, welches auf dem Konto verfügbar ist, zugreifen kann. Das Tagesgeldkonto unterliegt in der Regel den Gesetzen der Europäischen Union in Verbindung mit der Einlagensicherung, welche sich beinahe in ganz Europa auf 100.000 Euro pro Kunde beläuft.

Der Vergleich lohnt sich auch beim Tagesgeld

Beim Tagesgeldkonto werden die Zinsen nach gewissen zeitlichen Abständen gutgeschrieben, jedoch nicht garantiert. Das Tagesgeldkonto ist ein reines Guthabenkonto, sodass eine Überziehung nicht möglich ist. Durchwegs wird das Tagesgeldkonto auch gerne als Sparkonto beschrieben, da es für den gewöhnlichen Zahlungsverkehr nicht gedacht ist. Der Durchschnittsbürger verwendet das Tagesgeldkonto für monatliche finanzielle Überschüsse, "welche auf die Seite gelegt" werden, da die Verzinsung auf einem Tagesgeldkonto weitaus höher ist als bei einem gewöhnlichen Girokonto. So beträgt der durchschnittliche Zinssatz beim Tagesgeldkonto zwischen 1,30 Prozent und 1,85 Prozent - beim Girokonto hingegen oftmals zwischen 0,250 Prozent und 0,50 Prozent.

Die unterschiedliche Berechnung der Zinsen

Die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto werden nach im Vorfeld festgelegten Intervallen gutgeschrieben. So gibt es Unternehmen, welche monatlich, jährlich oder quartalsweise die Zinsen abrechnen. Desto kürzer der Abstand, desto schneller wird der Zinseszins-Effekt sichtbar. Der Zinssatz hängt vom Leitzins der Europäischen Zentralbank ab und kann - je nach Anpassung - alle drei Monate nach oben oder unten korrigiert wird.

Tägliche Verfügbarkeit und Kombipakete machen das Tagesgeld erst richtig interessant

Das Guthaben auf dem Konto ist täglich verfügbar. Das bedeutet, dass das Guthaben mehrmals täglich abgehoben werden kann bzw. mehrmals täglich auch Überweisungen auf das Konto stattfinden können. Überweisungen des Guthabens sind oftmals nur auf ein Referenzkonto (im Normalfall das Girokonto) möglich, welches bei der Antragstellung auf ein Festgeldkonto angegeben muss. Es gibt auch immer wieder Angebote von Banken, welche zum herkömmlichen Girokonto bzw. Gehaltskonto ein Tagesgeldkonto anbieten. Es gibt hier jedoch keinen Unterschied, da auch keine EC Karte übermittelt wird und das Tagesgeldkonto vom normalen wirtschaftlichen Zahlbetrieb ausgeschlossen wird.

Viele Unternehmen versuchen mit diesem Kombinationspaket neue Kunden zu gewinnen bzw. bieten das Tagesgeldkonto gratis an, wenn ein Girokonto eröffnet wird. Zu beachten ist, dass etwa 85 Prozent aller Banken, ganz egal ob Online- bzw. Direktbanken wie traditionelle Großbanken, das Tagesgeldkonto vollkommen kostenlos anbieten und de facto keine Kündigungsfrist besteht.